Summary: | Among the mental health problems faced by teenagers with intellectual disabilities, substance use becomes increasingly important and interferes with educational and social adjustment, leading to higher risks for involvement with criminal justice system. The complex interplay of personal, interpersonal, familial and social risks factors faced by this population of youngsters leads to their limited opportunities, in general, as well as their limited chances to recover from mental health problems, in particular. Our investigation aims to document potential risk factors influencing vulnerability to substance use in a teenager with intellectual disability and mental health problems. Within a brief case description, we documented some risk factors that could influence substance abuse in the case of a teenager with mild intellectual disability coming from a socially deprived environment and an atypical family background. We emphasized the important role that professionals in the fields of special education, psychiatry, social work have in helping these teenagers recover and readjust to a normal life, after recovering from the use of illicit substances.
ZUSAMMENFASSUNG. Im Zusammenhang mit den psychischen Störungen, die Jugendliche mit geistiger Behinderung gefährden, nimmt der Substanzgebrauch eine immer wichtigere Stellung ein und beeinträchtigt die Integration in die Gesellschaft und Bildungseinrichtungen, wodurch das Kriminalitätsrisiko erhöht wird. Das komplexe von dieser Bevölkerungsgruppe zu bewältigende Zusammenspiel von persönlichen, zwischenmenschlichen, familiären und sozialen Risikofaktoren führt zu beschränkten Möglichkeiten im Allgemeinen und erschwert ihnen die Erholung von psychischen Störungen im Besonderen. Ziel unserer Untersuchung ist das Aufdecken möglicher Risikofaktoren, die die Anfälligkeit für Substanzgebrauch bei Jugendlichen mit geistigen oder psychischen Störungen erhöhen. In einer kurzen Fallbeschreibung zeigen wir einige Risikofaktoren auf, die sich auf den Substanzgebrauch im Falle eines Jugendlichen mit leichter mentaler Retardierung aus einem sozial benachteiligten Umfeld und einer untypischen Familie auswirken. Die Rolle von Sonderpädagogen, Psychiatern und Sozialarbeitern im Heilungsprozess und in der Wiedereingliederung dieser Jugendlichen wird hierbei betont.
Schlüsselwörter: Substanzgebrauch, psychische Gesundheit, geistige Behinderung, Jugendalter, Risiko- und Schutzfaktoren, Wiedereingliederung nach Substanzgebrauch
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