Zur Frage der Regulierung von Blühpflanzen aus ehemaligen Blühflächen in ackerbaulichen Folgekulturen

Bei der Wiederinkulturnahme ehemaliger Blühflächen können aus ackerbaulicher Sicht Probleme entstehen: Arten aus Blühmischungen treten in Folgekulturen oftmals als Unkräuter auf, die reguliert werden müssen. Feldversuche zur chemischen und mechanischen Regulierung unterschiedlicher Arten, die in Blü...

Full description

Bibliographic Details
Main Authors: Knab, Johannes, Becker, Konstantin, Bär, Holger, Dicke, Dominik
Format: Article
Language:deu
Published: Julius Kühn-Institut 2022-02-01
Series:Julius-Kühn-Archiv
Subjects:
Online Access:https://www.openagrar.de/receive/openagrar_mods_00077041
Description
Summary:Bei der Wiederinkulturnahme ehemaliger Blühflächen können aus ackerbaulicher Sicht Probleme entstehen: Arten aus Blühmischungen treten in Folgekulturen oftmals als Unkräuter auf, die reguliert werden müssen. Feldversuche zur chemischen und mechanischen Regulierung unterschiedlicher Arten, die in Blühmischungen verwendet werden, wurden in Sachsen und Hessen durchgeführt. Neben einer Striegelvariante wurden in ausgewählten Blühmischungsarten, u. a. Buchweizen, Ringelblume, Phacelia, Herbizide geprüft, die in Getreide, Kartoffeln, Leguminosen, Zuckerrüben, Mais und Raps verwendet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass beispielsweise Herbizide, die in Soja eingesetzt werden, viele Arten nicht ausreichend bekämpfen können, während Mais- und Getreideherbizide mit einigen Ausnahmen allgemein gute Wirkungsgrade erzielen. Bei der Striegelvariante konnte Öllein sehr gut reguliert werden. Bei anderen Pflanzenarten, insbesondere Ölrettich und Buchweizen, reichten die Wirkungsgrade dagegen nicht aus. Die Erkenntnisse sollen in Beratungsempfehlungen zur Auswahl von geeigneten Blühmischungen im Hinblick auf das Management in Folgekulturen einfließen.
ISSN:1868-9892
2199-921X