Das Smartphone-Tagebuch in der Mediennutzungsforschung. Ein qualitativer Methodenansatz unter der Lupe

In der vorliegenden Untersuchung wird die Eignung des digitalen Tagebuchs in der Mediennutzungsforschung erörtert. Qualitative Tagebuchstudien haben im Gegensatz zu Befragungen den Vorteil, dass sie sich nicht auf das Gedächtnis der Studienteilnehmenden verlassen müssen und detaillierte Tiefeninform...

Descrición completa

Detalles Bibliográficos
Main Authors: Carmen Koch, Nadine Klopfenstein Frei, Iris Herrmann
Formato: Artigo
Idioma:deu
Publicado: Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG 2021-06-01
Series:Medien & Kommunikationswissenschaft
Acceso en liña:https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2021-2-299
Descripción
Summary:In der vorliegenden Untersuchung wird die Eignung des digitalen Tagebuchs in der Mediennutzungsforschung erörtert. Qualitative Tagebuchstudien haben im Gegensatz zu Befragungen den Vorteil, dass sie sich nicht auf das Gedächtnis der Studienteilnehmenden verlassen müssen und detaillierte Tiefeninformationen liefern. In den hier begleiteten Studien erfassten Studienteilnehmer*innen mittels der Notizsoftware Evernote auf ihrem Smartphone Begegnungen mit Wissenschaftskommunikation bzw. ihre Nachrichtennutzung. Das geschah mehrheitlich über Fotografien, Verlinkungen und Kommentare. Die Einträge wurden in einem nachgelagerten Leitfadengespräch detailliert besprochen. In dieser Begleitstudie zur Methode „digitales Tagebuch“ zeigt sich, dass der Aufwand für die Studienteilnehmenden gering war, sie ihr Medienrepertoire nicht veränderten, aber die Aufgabenstellung ihre Wahrnehmung verschärfte. Es wird argumentiert, dass mit einem gezielten Einsatz der Methode dieser Nachteil aufgefangen werden kann und Forschende im Gegenzug einen detaillierten Einblick zur Einordnung eines Themenfeldes, zu Rezeptionsgründen, Attraktivität und Nutzen der konsumierten Beiträge sowie Emotionen der Rezipient*innen erhalten können.
ISSN:1615-634X